Wem gehört Winti? Einblick ins Grundbuch

Wer Winterthur besitzt, prägt Winterthur. Doch wer genau ist das?

Diesen zehn gehört jede sechste Wohnung.

Die zehn grössten Eigentümer:innen nach Wohnfläche
  1. HGWHeimstätten-Genossenschaft Winterthur140'475 m²· 2,60 %
  2. AxaAxa Versicherungen AG138'392 m²· 2,56 %
  3. Sulzer VorsorgeeinrichtungPensionskasse des Sulzer-Konzerns110'980 m²· 2,05 %
  4. BachmannLeopold Bachmann-Stiftung und Erben98'705 m²· 1,82 %
  5. Stefaniniu. a. Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG)97'138 m²· 1,80 %
  6. GWGGemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur92'451 m²· 1,71 %
  7. Stadt Winterthur89'224 m²· 1,65 %
  8. UBSUBS AG, Grossbank84'043 m²· 1,55 %
  9. GebWAktiengesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur61'741 m²· 1,14 %
  10. PensimoAnlagestiftung Pensimo für Personalvorsorge-Einrichtungen60'513 m²· 1,12 %
  • Genossenschaften
  • Kommerzielle Akteur:innen
  • Stiftungen & Vereine
  • Staat

Bachmann und Stefanini: verbundene Stiftungen und Firmen, zusammengezählt. Wohnfläche in m², anteilig nach Eigentumsquote. Quelle: Grundbuch (Eigentum) und Gebäude- und Wohnungsregister GWR (Wohnfläche), Auswertung WNTI und WAV Recherchekollektiv.

Daten als Tabelle
Eigentümer:inm² WohnflächeAnteil
HGW (Heimstätten-Genossenschaft Winterthur)140'4752,60 %
Axa (Axa Versicherungen AG)138'3922,56 %
Sulzer Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse des Sulzer-Konzerns)110'9802,05 %
Bachmann (Leopold Bachmann-Stiftung und Erben)98'7051,82 %
Stefanini (u. a. Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG))97'1381,80 %
GWG (Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur)92'4511,71 %
Stadt Winterthur89'2241,65 %
UBS (UBS AG, Grossbank)84'0431,55 %
GebW (Aktiengesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur)61'7411,14 %
Pensimo (Anlagestiftung Pensimo für Personalvorsorge-Einrichtungen)60'5131,12 %

Die zehn grössten Eigentümer:innen nach Wohnfläche

Ziehen zum Verschieben, Zoomen mit Mausrad oder zwei Fingern

  1. HGWHeimstätten-Genossenschaft Winterthur140'475 m²· 2,60 %
  2. AxaAxa Versicherungen AG138'392 m²· 2,56 %
  3. Sulzer VorsorgeeinrichtungPensionskasse des Sulzer-Konzerns110'980 m²· 2,05 %
  4. BachmannLeopold Bachmann-Stiftung und Erben98'705 m²· 1,82 %
  5. Stefaniniu. a. Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG)97'138 m²· 1,80 %
  6. GWGGemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur92'451 m²· 1,71 %
  7. Stadt Winterthur89'224 m²· 1,65 %
  8. UBSUBS AG, Grossbank84'043 m²· 1,55 %
  9. GebWAktiengesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser in Winterthur61'741 m²· 1,14 %
  10. PensimoAnlagestiftung Pensimo für Personalvorsorge-Einrichtungen60'513 m²· 1,12 %
  • Genossenschaften
  • Kommerzielle Akteur:innen
  • Stiftungen & Vereine
  • Staat

Bachmann und Stefanini: verbundene Stiftungen und Firmen, zusammengezählt. Wohnfläche in m², anteilig nach Eigentumsquote. Quelle: Grundbuch (Eigentum) und Gebäude- und Wohnungsregister GWR (Wohnfläche), Auswertung WNTI und WAV Recherchekollektiv.

Ein Viertel gehört Konzernen

Banken, Versicherungen, Pensionskassen: Sie sind die grössten kommerziellen Anleger:innen in der Stadt, 27 Prozent des Wohnraums gehört ihnen.

Unter den grössten zehn finden sich gleich zwei grosse Konzerne, die ihre Immobilien renditeorientiert bewirtschaften: Die Axa und die UBS.

Kontext

Axa und UBS: Wohnungen als Anlagestrategie

Beide Grosskonzerne halten ihre Liegenschaften in Winterthur über verschiedene Beteiligungen, Tochterfirmen oder eigene Pensionskassenfonds. Und beide haben einen historischen Bezug zu Winterthur. Im Fall der Axa hat dies konkrete Auswirkungen auf das Immobilienportfolio: Mit dem Aufkauf der Winterthur Versicherung 2006 erbte die Firma zahlreiche Liegenschaften, wie die Medienstelle auf Anfrage mitteilt. Man investiere auch heute noch stark in der Stadt.

Bürogebäude an der Paulstrasse 12
Das Gebäude an der Paulstrasse 12 war einst als Bürokomplex von der Winterthur Versicherung erstellt worden. Jetzt nutzt es die Axa als Anlageobjekt: Derzeit baut die Versicherung darin 85 Wohnungen ein. (Bild: Sammlung Winterthur)

Die zwei anderen Kommerziellen unter den grössten zehn: die Sulzer Vorsorgeeinrichtung und die Anlagestiftung Pensimo. Letzterer geben über 40 Pensionskassen ihr Geld, darunter auch jene der Stadt Winterthur.

Kontext

Das Geld der Pensionskassen

Wohnungen sind besonders in der Schweiz eine attraktive Anlage für Pensionskassen. Die Investition gilt als krisensicher und eine stabile Rendite ist praktisch garantiert. Heute fliesst jeder vierte von einer Pensionskasse investierte Franken in Wohnungen.

Historische Luftaufnahme der Endliker-Siedlung: mehrstöckige Wohnblöcke und Hochhäuser zwischen Grünflächen, schwarz-weiss
Sieben Blöcke in der Endliker-Siedlung gehören der Sulzer-Vorsorgeeinrichtung. Anfang Juni hat sie allen 400 Mieter:innen gekündigt. (Bild: ETH-Bildarchiv)

Am Beispiel der Anlagestiftung Pensimo wird das besonders deutlich. Sie erwirtschaftete seit 1995 eine durchschnittliche Rendite von 5.68 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Das private Vermieten einer Eigentumswohnung erzielt laut Hauseigentümerverband im Mittel 2.69 Prozent Rendite.

Pensimo: Rendite pro Jahr, 1995–2025
Anlagerendite Pensimo in Prozent, Durchschnitt 5,68 %, Vergleich: Private Vermietung: 2,69 %0 %2 %4 %6 %8 %1995200520152025Private Vermietung: 2,69 %

Quelle: Anlagestiftung Pensimo, Jahresbericht 2025 (1995–1999 gerundet). Vergleich: Hauseigentümerverband.

Daten als Tabelle
JahrRendite
19955,70 %
19963,70 %
19974,00 %
19986,10 %
19996,10 %
20005,02 %
20015,38 %
20024,83 %
20033,06 %
20044,99 %
20054,94 %
20065,81 %
20075,23 %
20085,27 %
20095,54 %
20107,04 %
20118,22 %
20128,12 %
20137,27 %
20145,45 %
20158,32 %
20167,17 %
20177,88 %
20187,37 %
20196,41 %
20206,37 %
20214,35 %
20223,59 %
20232,06 %
20244,40 %
20256,32 %

Pensimo: Rendite pro Jahr, 1995–2025

Ziehen zum Verschieben, Zoomen mit Mausrad oder zwei Fingern

Anlagerendite Pensimo in Prozent, Durchschnitt 5,68 %, Vergleich: Private Vermietung: 2,69 %0 %2 %4 %6 %8 %1995200520152025Private Vermietung: 2,69 %

Quelle: Anlagestiftung Pensimo, Jahresbericht 2025 (1995–1999 gerundet). Vergleich: Hauseigentümerverband.

So ist der Wohnraum in Winterthur verteilt
  • 54,5 % Natürliche Personen

Total 5'410'983.3 m² Wohnfläche. Natürliche Personen: Privatpersonen, nur als Summe ausgewiesen. Unklar: Eigentümer:in keiner Kategorie zuzuordnen oder unbekannt. Quelle: Grundbuch (Eigentum) und Gebäude- und Wohnungsregister GWR (Wohnfläche), Auswertung WNTI und WAV Recherchekollektiv.

Daten als Tabelle
Eigentümer:innenm² Wohnfläche
Kommerzielle Akteur:innen1'463'620.8
Genossenschaften528'023.4
Stiftungen & Vereine240'010.3
Staat104'512.7
Kirchen10'927
Natürliche Personen2'948'096.5
Unklar115'792.8

So ist der Wohnraum in Winterthur verteilt

Ziehen zum Verschieben, Zoomen mit Mausrad oder zwei Fingern

  • 54,5 % Natürliche Personen

Total 5'410'983.3 m² Wohnfläche. Natürliche Personen: Privatpersonen, nur als Summe ausgewiesen. Unklar: Eigentümer:in keiner Kategorie zuzuordnen oder unbekannt. Quelle: Grundbuch (Eigentum) und Gebäude- und Wohnungsregister GWR (Wohnfläche), Auswertung WNTI und WAV Recherchekollektiv.

Die Auswertung basiert auf dem Grundbuch und dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Methodik: So haben wir gerechnet →

Stiftungen: philanthropisch, aber für wen?

Insgesamt gehören rund vier Prozent des gesamten Wohnraums Stiftungen, den Löwenanteil teilen sich dabei die SKKG und die Leopold Bachmann-Stiftung.

Die SKKG, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, geht auf Bruno Stefanini zurück, der 2018 starb. Ihre Immobilienfirma Terresta weist in Winterthur 1363 Wohnungen aus.

Kontext

SKKG: Kunst, finanziert mit Mieten

Die Nummer fünf auf der Liste der zehn grössten Wohneigentümer:innen dürfte niemanden erstaunen: Es ist die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG). Nach dem Tod des Immobilienunternehmers Bruno Stefanini 2018 ging sein gesamter Immobilienbesitz in die Hände der Stiftung über. Heute weist die SKKG-Tochter Terresta in Winterthur selbst einen Bestand von 1363 Wohnungen aus, wie uns die Medienstelle bereits zum Auftakt der Grundbuch-Recherche wissen liess.

Porträt von Bruno Stefanini, 1990
Bruno Stefanini 1990, im Alter von 66 Jahren. (Bild: Sammlung Winterthur)

Im Gegensatz zu anderen Stiftungen veröffentlicht die SKKG seit zwei Jahren umfassende Finanzzahlen. Der Ertrag aus Liegenschaften betrug 2025 44 Millionen Franken. Den Grossteil investiert die Stiftung derzeit in die Sanierung ihrer eigenen Liegenschaften. In die Fördertätigkeit flossen 4,3, in die eigene Sammlung 2,1 Millionen Franken.

Wohnhäuser an der Burgstrasse
An der Burgstrasse saniert derzeit die SKKG 370 Wohnungen in bewohntem Zustand. Die Mieten sollen moderat ansteigen. (Bild: Gioia Jöhri)

Zur Geschichte der SKKG Erscheint bald

Die beiden grössten Überbauungen der Leopold Bachmann-Stiftung an der Wässerwiesenstrasse und im Oberen Gern: zusammen rund 850 Wohnungen, die der «Billigbauer der Nation» in den Nullerjahren bauen liess.

Kontext

Bachmann: vom Billigbauer zu den Sugus-Häusern

Leopold Bachmann, auch als «Billigbauer der Nation» bekannt, war 1954 aus dem Tirol in die Schweiz gekommen und setzte in Zürich und Winterthur dutzende Projekte um.

Leopold Bachmann sitzt an einem Tisch vor einer Natursteinwand, hinter ihm das Bild einer Wohnüberbauung
Die Erträge aus Leopold Bachmanns Liegenschaften kommen heute zu einem Grossteil der von ihm gegründeten Stiftung zugute, die damit Hilfsprojekte in der ganzen Welt fördert. (Bild: Wiki Commons)

Am bekanntesten dürfte Bachmanns Überbauung im Kreis 5 in Zürich sein, die sogenannten «Sugus-Häuser». Nach dem Tod des Patrons 2021 wurde sein Besitz unter den fünf Kindern und der Leopold Bachmann-Stiftung aufgeteilt, in der heute die drei Söhne wiederum als Stiftungsräte sitzen. Bachmanns Tochter Regina, welche drei der «Sugus-Häuser» erhalten hatte, kündigte im Dezember 2024 auf einen Schlag rund 100 Mietparteien ‒ mit dreimonatiger Frist bis zum Auszug.

In Winterthur ist ein solcher Skandal bisher ausgeblieben ‒ wohl auch, weil die beiden grössten Überbauungen der Stiftung selbst gehören. Sie befinden sich an der Wässerwiesenstrasse in Wülflingen und im Oberen Gern in Neuhegi. Zusammen rund 850 Wohnungen, die Bachmann in den Nullerjahren bauen liess.

Die Leopold Bachmann-Stiftung kommuniziert im Gegensatz zur SKKG keinerlei Zahlen. In den Siedlungen kostete eine 3,5-Zimmer-Wohnung in den letzten vier Jahren laut dem Vergleichsportal Comparis zwischen 1500 und 2000 Franken.

Zur Geschichte der Bachmanns Erscheint bald

Stiftungen sind einzig ihrem Zweck verpflichtet ‒ und können ihre Immobilien damit zu marktüblichen Preisen anbieten, solange sie den erwirtschafteten Ertrag zur Erfüllung ihres Zwecks verwenden.

Genossenschaften: gross, aber günstig

140'000 Quadratmeter Wohnraum oder rund 1500 Wohnungen besitzt die grösste Eigentümerin in Winterthur. 2,6 Prozent des gesamten Wohnungsmarkts werden also von einer einzigen Institution kontrolliert. Ist das ein Problem?

Die grösste Eigentümerin der Stadt ist eine Genossenschaft: Der HGW, Heimstätten-Genossenschaft Winterthur, gehören 1505 Wohnungen. Sie ist laut ihren Statuten nicht gewinnorientiert und vermietet Wohnraum zur Kostenmiete.

Unter den grössten zehn befinden sich zudem die GWG, Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur, mit laut eigenen Angaben 1201 und die GebW, Aktiengesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser, mit 791 Wohnungen. Sie ist rein juristisch zwar keine Genossenschaft, arbeitet aber wie eine.

Kontext

HGW, GWG und GebW: gross, aber günstig

Ist das ein Problem? In diesem Fall nicht. Denn die Eigentümerin der 1505 Wohnungen ist die Heimstättengenossenschaft Winterthur (HGW). Sie ist laut ihren Statuten nicht gewinnorientiert und vermietet Wohnraum zur Kostenmiete ‒ ein Glücksfall für die Stadt.

HGW-Verwaltungsgebäude an der Hegistrasse
Bis vor wenigen Jahren war die Geschäftsstelle der HGW in diesem unscheinbaren Gebäude untergebracht, es ist seit über 100 Jahren im Besitz der Genossenschaft. (Bild: Tizian Schöni)
Reihen-Einfamilienhäuser an der Bachtelstrasse
Der Bau der Reihen-Einfamilienhäuser an der Bachtelstrasse war eine der ersten Amtshandlungen der Heimstätten-Genossenschaft (HGW). Auf Druck der Stadt mussten die Häuslein später an die Mieter:innen verkauft werden. (Bild: Sammlung Winterthur)

Unter den Top Ten finden sich in Winterthur noch zwei weitere Schwergewichte mit sozialem Ansatz: Die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur (GWG), die laut eigenen Angaben 1201 Wohnungen in der Stadt besitzt und die Aktiengesellschaft für Erstellung billiger Wohnhäuser (GebW) mit 791 Wohnungen. Sie ist rein juristisch zwar keine Genossenschaft, deren Tätigkeit decke sich aber «praktisch 1:1 mit derjenigen einer Wohnbaugenossenschaft», wie Doris Sutter, Präsidentin des Genossenschaftsverbands Winterthur-Schaffhausen sagt.

Siedlung an der Mattenbachstrasse, um 1948
Die 1947 entstandene Siedlung der Gesellschaft für die Erstellung billiger Wohnhäuser (GEbW) wurde 2017 abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. (Bild: Sammlung Winterthur)

Genossenschaften gehören stadtweit etwa zehn Prozent aller Wohnungen. Das ist im Vergleich mit anderen Städten ein tiefer Wert. Auch die Stadt Winterthur selbst besitzt im Vergleich zur öffentlichen Hand in Zürich oder Basel weniger Wohnungen.

Gemeinnütziger Wohnungsbau im Städtevergleich
11,5 %
Winterthur
12,6 %
Basel
25,2 %
Zürich
  • Genossenschaften
  • Öffentliche Hand

Anteil an allen Wohnungen. Quelle: Statistische Ämter der Städte.

Daten als Tabelle
StadtGenossenschaftenÖffentliche Hand
Winterthur9,50 %2,00 %
Basel10,35 %2,30 %
Zürich17,50 %7,66 %

Gemeinnütziger Wohnungsbau im Städtevergleich

Ziehen zum Verschieben, Zoomen mit Mausrad oder zwei Fingern

11,5 %
Winterthur
12,6 %
Basel
25,2 %
Zürich
  • Genossenschaften
  • Öffentliche Hand

Anteil an allen Wohnungen. Quelle: Statistische Ämter der Städte.

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Impressum

Die Recherche «Einblick ins Winterthurer Grundbuch» ist eine gemeinsame Arbeit von WNTI und dem WAV Recherchekollektiv.

Über WNTI
WNTI ist das digitale Stadtmagazin für Winterthur. Die fünfköpfige Redaktion liefert Winterthurer:innen jeden Tag die wichtigsten Neuigkeiten aus der Stadt: fundiert, unabhängig und nahbar. Im Verlag kümmern sich vier Mitarbeitende um Werbung, Marketing und Organisation.
WAV Recherchekollektiv
WAV ist ein Recherchekollektiv aus Zürich. Seit 2021 arbeitet das Team mit Journalist:innen, Redaktionen, der Zivilgesellschaft und dem Non-Profit-Sektor zusammen. Seine Recherchen machen sichtbar, was sonst hinter verschlossenen Türen bleibt und schaffen Transparenz dort, wo Entscheidungen fallen, die uns alle betreffen. Bleibe mit ihrem Newsletter auf dem Laufenden.
Text & Recherche
Tizian Schöni (WNTI), Osama Abdullah, Luca Obertüfer, Balz Oertli (WAV Recherchekollektiv)
Mitarbeit
Luk von Blarer
Keyvisual
Pablo Hintermüller, Stephan Geiger (Animotor)
Website
Tobija Fischer
Daten
Eigentum: Grundbuch · Wohnungen und Wohnfläche: Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) des Bundesamts für Statistik · Parzellen: Amtliche Vermessung Kanton Zürich (GIS-ZH) · Karte: © swisstopo
Weitere Quellen
Wohnungszahlen von HGW, GWG, GebW, Terresta und Bachmann: Angaben der Eigentümer:innen und Recherche · Rendite: Anlagestiftung Pensimo, Jahresbericht 2025; Hauseigentümerverband · Mieten: Vergleichsportal Comparis · Städtevergleich: Statistische Ämter Winterthur, Basel, Zürich
Methodik
Wie wir gerechnet haben
Finanzielle Unterstützung
Die Recherche ist nicht ganz gratis. Tausende Datensätze bedeuten auch sehr viele Arbeitsstunden, vielleicht nicht gerade Tausend, aber viele. Finanzieren konnten wir das dank eines Crowdfundings, bei dem wir unglaublich viel Unterstützung von unserer Community erhielten. Zudem wurde diese Recherche finanziell unterstützt vom LokalHub (www.lokalhub.ch).

Impressum · Datenschutz

Methodik

Die Grundbuch-Recherche

Das Stadtmagazin WNTI und das WAV-Recherchekollektiv haben gemeinsam die Daten des Winterthurer Grundbuchs ausgewertet. Damit können wir zum ersten Mal aufzeigen, wem der Boden und der Wohnraum von Winterthur gehört.

Für die Recherche hat das WAV Recherchekollektiv die Daten aus dem Grundbuch bereinigt und mit den Daten des Gebäude- und Wohnungsregisters (GWR) verknüpft. Aus dem Grundbuch wurde berechnet, welchen Anteil der:die einzelne Besitzer:in an einem Grundstück hält. Berücksichtigt wurden sowohl interne Eigentumsverhältnisse – etwa Erbengemeinschaften – als auch Konstruktionen wie Stockwerkeigentum oder Miteigentum. Sämtliche Beteiligungen wurden bis auf die Ebene der einzelnen Eigentümer:innen durchgerechnet. Aus dem GWR stammen die Angaben zu Gebäuden, Wohnungen und Wohnflächen pro Grundstück. Die gesamte Wohnfläche eines Grundstücks wurde anteilsmässig entsprechend den Eigentumsquoten auf die Besitzer:innen verteilt. Bei komplexen Eigentumsstrukturen entspricht diese rechnerische Verteilung nicht zwingend der tatsächlichen internen Aufteilung der Flächen, stellt jedoch die grösstmögliche Annäherung dar. Wo die GWR-Daten unvollständig waren, wurde die fehlende Wohnungsfläche auf Basis der übrigen Wohnungen in einem Gebäude geschätzt. Fehlte die Wohnungsfläche in einem Wohngebäude vollständig, wurde sie anhand verschiedener Variablen wie der Gebäudefläche, des Baujahrs, der Nachbarschaft etc. geschätzt. 5 % der gesamten Wohnfläche wurden so geschätzt.

Die Grundbuchdaten bilden den Stand des vergangenen halben Jahres ab. Handänderungen in diesem Zeitraum können nicht ausgeschlossen werden.

Beim Liegenschaftenbesitz der Stadt Winterthur stützt sich diese Recherche auf ein von der Stadtverwaltung erstelltes Liegenschaftenverzeichnis. Einige der Wohnungen auf diesen Liegenschaften könnten im Baurecht an Dritte vergeben worden sein.

Quellen

Daten
Eigentum: Grundbuch · Wohnungen und Wohnfläche: Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) des Bundesamts für Statistik · Parzellen: Amtliche Vermessung Kanton Zürich (GIS-ZH) · Karte: © swisstopo
Weitere Quellen
Wohnungszahlen von HGW, GWG, GebW, Terresta und Bachmann: Angaben der Eigentümer:innen und Recherche · Rendite: Anlagestiftung Pensimo, Jahresbericht 2025; Hauseigentümerverband · Mieten: Vergleichsportal Comparis · Städtevergleich: Statistische Ämter Winterthur, Basel, Zürich